Dienstunfähigkeitsversicherung Beamte
Beamte glauben oft, dass sie eine Berufsunfähigkeitsversicherung nicht benötigen, weil sie eine umfangreichere gesetzliche Versorgung als andere Arbeitnehmer und Angestellte erhalten. So gibt es für Beamte eine Dienstunfähigkeitsversicherung, durch die der Beamte im Falle der Versetzung in den Ruhestand durch seinen Dienstherrn ohne besondere Prüfung Geld aus seiner Dienstunfähigkeitsversicherung erhält. Die Höhe des Ruhegehalts aus der Dienstunfähigkeitsversicherung Beamte setzt sich aus der ruhegehaltsfähigen Dienstzeit und den ruhegehaltsfähigen Bezügen zusammen. Damit kann es von den bisherigen Bezügen abweichen. Auch die steuerliche Belastung kann höher sein als bei anderen Rentenzahlungen.
Keine Absicherung besteht, wenn es in den ersten fünf Jahren zu einer krankheitsbedingten Dienstunfähigkeit kommt. Weiterhin sind die Bedingungen, zu denen die Dienstunfähigkeit abgeschlossen wird, sehr wichtig, weil es oft auch Einschränkungen gibt.
Berufsunfähigkeitsversicherung Beamte – trotz Dienstunfähigkeitsversicherung?
In sehr vielen Fällen gibt es heute keine Leistungen bei einer begrenzten Dienstunfähigkeit (Beispiel Versetzung), oder die Klausel gilt nur bis zu einem bestimmten Alter. Oft gibt es nur für einen bestimmten Zeitraum Geld für Dienstunfähigkeit und danach nur, wenn Berufsunfähigkeit nachgewiesen wird. Manchmal wird auch nur ein bestimmter Teilbetrag (Differenz) gezahlt, wenn der Dienstunfähige noch eine andere Arbeit ausführen kann. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Tätigkeit auch wirklich ausgeübt wird.
Der Dienstherr kann einen Beamten auch mit schlechter Gesundheitsprognose in den Ruhestand entlassen, auch wenn die Arbeitskraft weniger als 50 % eingeschränkt ist. Dafür gibt es jedoch auch noch kein Geld aus der normalen Berufsunfähigkeitsversicherung. Der Beamte ist dann Dienstunfähig, jedoch nicht Berufsunfähig.
Viele Versicherer haben sich auf diese speziellen Fragen und Probleme der Beamten eingestellt. Hier sollte jeder Beamte, wie es üblich sein sollte, mit Beginn des Berufslebens seinen speziellen Bedürfnissen entsprechend auch eine dafür vorgesehene Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen, die alle Punkte, die eine Dienstunfähigkeitsversicherung nicht einschließt, bis hin zur entstehenden Versorgungslücke ausgleicht. Die Laufzeit dieser Berufsunfähigkeitsversicherung sollte auch, wie sonst üblich, mit Beginn der Altersrentenzahlung enden.
In der Regel sind die Beiträge einer Berufsunfähigkeitsversicherung für Beamte günstiger, weil das Risiko geringer ist und bestimmte Risiken anders abgedeckt werden. Trotzdem ist auch hier ein Versicherungsvergleich sinnvoll, um Beiträge zu sparen. Sollte gleichzeitig der Abschluss einer Kapitallebensversicherung mit einer Laufzeit bis zur Altersrente geplant sein, kann hier auch kostengünstig über eine Kombination beides erfolgen.
